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Neuigkeiten

20.12.2016

Zu Guttenberg: EU-Kommission muss den Landnutzern die Tür zu Kooperation und Dialog öffnen

„Die EU-Kommission muss die Landnutzer einbeziehen, wenn sie ihre Naturschutz-Gesetzgebung auf einen festen Sockel stellen will“, sagte der Präsident des Aktionsbündnis Forum Natur (AFN), Philipp zu Guttenberg. Im Rahmen eines Fitness-Checks in mehreren Mitgliedstaaten hatte die EU-Kommission das Naturschutzrecht auf europäischer Ebene überprüft. Sie ist aktuell zum Schluss gekommen, dass die Fauna-Flora-Habitat- und die Vogelschutz-Richtlinie effektiv und praktikabel seien. Laut zu Guttenberg würden die beiden Richtlinien bislang zu wenig auf einen kooperativen Naturschutz mit den Landnutzern, sondern auf statische Auflagen und Schutzgebiete setzen. Zu Guttenberg: „Die Erfahrungen aus der Praxis nach 24 Jahren Natura 2000 machen deutlich: Wir brauchen einen Kurswechsel auf Seiten der EU-Kommission. Betroffene Landnutzer und Eigentümer müssen einbezogen werden, um negative Effekte auf Wirtschaft und Naturschutz zu vermeiden.“

Der Präsident warnte angesichts dieser Erfahrung davor, dass aufgrund mangelnder Offenheit und Kooperationsbereitschaft von Seiten der Kommission die EU-Müdigkeit verstärkt wird. „Die politische Spitze in Brüssel steht aktuell vor großen Herausforderungen: Sie kann nur an Glaubwürdigkeit zurückgewinnen, wenn sie die kritischen Stimmungen ernst nimmt und einer großen Gruppe wie den Eigentümern und Landnutzern als direkt Betroffene ihrer Politik die Tür zu Dialog und Kooperation öffnet.“

Bislang - so die Kritik des Aktionsbündnisses - habe die Kommission den Eigentümern und Bewirtschaftern keinen Raum geboten, ihre Erfahrungen mit der Umsetzung der beiden Richtlinien einzubringen. Daher hatte das AFN kürzlich die Ergebnisse eines eigenen juristischen und naturwissenschaftlichen Gutachtens des „Kölner Büro für Faunistik“ und der Kanzlei „Redeker Sellner Dahs“ vorgestellt. Dieses ist u.a. zu dem Ergebnis gekommen, dass das Vorgehen der EU-Kommission Akzeptanzprobleme geschaffen hat, da der Schutz des Eigentums einen geringeren Stellenwert habe als der Schutz der Natur und damit zu negativen Effekten für alle Beteiligten führt.

Als eine Maßnahme haben die Gutachter daher den Vertragsnaturschutz vorgeschlagen: „Vertragliche Lösungen sollten einen Vorrang vor ordnungspolitischen Maßnahmen haben“, heißt es in dem Schriftstück. Sie plädieren zudem dafür, in bestehenden Förderprogrammen von EU und Mitgliedstaaten die Eigentümer und Bewirtschafter vorrangig zu berücksichtigen, damit sich diese effektiver und aktiver am Naturschutz beteiligen könnten. Darüber hinaus sollten schwerwiegende Eingriffe in Eigentums- und Nutzungsrechte einen angemessen Ausgleich nach sich ziehen.

Insgesamt plädieren die Gutachter dafür, ein stärkeres Anreizsystem an die Stelle von Restriktionen und Sanktionen zu setzen. Mehr Kooperationsbereitschaft von Seiten des Naturschutzes würde die Motivation bei den Bewirtschaftern des Landes erhöhen, bei Naturschutzmaßnahmen mitzumachen. Zu Guttenberg: „Die Landnutzer müssen wieder die Erfahrung machen, dass die Europäische Union politisch und wirtschaftlich sinnvoll ist und nicht nur aus Restriktionen besteht.“

02.11.2016

Umsetzung der Natura 2000-Richtlinien: Erfahrungen der Landnutzer einbeziehen

Das Bundesamt für Naturschutz hat ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Begleitung des derzeit stattfindenden EU Fitness Checks der Natura 2000-Richtlinien (FFH- und Vogelschutzrichtlinien) vergeben. Die Bosch & Partner GmbH führt dazu aktuell eine Onlineumfrage durch, um die praktischen Erfahrungen mit der Anwendung der arten- und gebietsschutzrechtlichen Prüfung zu untersuchen – allerdings ohne dabei den landnutzenden Verbänden die Möglichkeit einer Stellungnahme zu geben.

Lediglich Behörden oder Umweltverbände sind dafür vorgesehen, den Fragebogen zu beantworten. Das Aktionsbündnis Forum Natur hätte sich gern in diese Erfassung eingebracht. Vertritt das Bündnis doch 17 landnutzende Verbände und damit über 6 Millionen Menschen des ländlichen Raums, die von den Natura 2000-Richtlinien direkt betroffen sind. Unsere Forderung ist deshalb: Aufarbeitung und Recherche praktischer Erfahrungen mit der Anwendung der arten- und gebietsschutzrechtlichen Prüfung darf nicht ohne die landnutzenden Verbände geschehen.

05.09.2016

Rechts- und naturwissenschaftliches Gutachten zum EU Fitness Check für die FFH- und Vogelschutzrichtlinie

Die FFH-Richtlinie und die Vogelschutzrichtlinie liefern einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Artenvielfalt in den EU-Mitgliedstaaten. Das durch die Richtlinien begründete Schutzsystem soll einen einheitlichen und hohen Schutzstandard gewährleisten. Das Aktionsbündnis Forum Natur hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, um zu untersuchen, in welchen Bereichen in der Vollzugspraxis Schwierigkeiten bei der Anwendung von Vorgaben dieser Richtlinien auftreten und welche Verbesserungsmöglichkeiten bestehen. Dieses Gutachten ist durch die Landwirtschaftliche Rentenbank gefördert worden. 

Das Gutachten auf Deutsch können Sie hier herunterladen - das Gutachten in englischer sprache laden sie bitte hier herunter.

22.02.2016

Zu Guttenberg: Naturschutz funktioniert nur mit Landnutzern

„Die Landnutzer müssen in die EU-Gesetzgebung zum Naturschutz auf gleicher Augenhöhe einbezogen werden, da sie von der Umsetzung direkt betroffen sind“, forderte Philipp Freiherr zu Guttenberg, Vorsitzender des Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) und Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer in Deutschland, heute in Brüssel. Im Januar 2015 hatte die Europäische Kommission den REFIT-Prozess für die Habitat- und Vogelschutzrichtlinie begonnen. In mehreren Mitgliedstaaten hatte die Generaldirektion Umwelt in öffentlichen und halböffentlichen Gesprächen versucht, sich unter anderem über die Effektivität und den Mehrwert der beiden Richtlinien ein Bild zu machen. „Allerdings hat die Kommission den Eigentümern und Bewirtschaftern keinen Raum geboten, ihre Erfahrungen mit der Umsetzung der beiden Richtlinien einzubringen“, so die Kritik des AFN-Vorsitzenden. Daher hat das AFN ein Gutachten in Auftrag gegeben, das diese Lücke füllen soll. Das juristische und naturwissenschaftliche Gutachten des „Kölner Büro für Faunistik“ und der Kanzlei „Redeker Sellner Dahs“ kommt zu dem Ergebnis, dass dieses Vorgehen Akzeptanzprobleme schafft und damit zu negativen Effekten für Wirtschaft und Naturschutz führt. Neben einer Bestandsaufnahme zeigt es daher auch Lösungswege auf.

Auf einer heute in Brüssel stattfindenden Veranstaltung des AFN werden die Ergebnisse dieses Gutachtens vorgestellt und die Erfahrungen aus der Praxis nach 24 Jahren Natura 2000 bilanziert.

Ein zentrales Ergebnis der Gutachter ist, dass die Umsetzung der Richtlinien zu erheblichen Akzeptanzproblemen geführt hat, da oftmals der „Schutz des Wertes des Eigentums einen geringeren Stellenwert“ habe als der Schutz der Natur. Sie plädieren dafür, die Kommunikation mit den Flächeneigentümern und -bewirtschaftern deutlich zu verbessern. So sollte die Vorbereitung und Umsetzung von Managementplänen, die auf eine Verbesserung des Erhaltungszustandes abzielen, transparent und im Einvernehmen mit den Bewirtschaftern aufgestellt werden. „Landnutzer und Eigentümer müssen einbezogen werden, um negative Effekte auf Wirtschaft und Naturschutz zu vermeiden“, forderte zu Guttenberg. „Wir sind offen für Gespräche, denn Nachhaltigkeit und Naturschutz zählen zur Basis unseres Wirtschaftens.“

Als ein Mittel, um die Akzeptanz bei den Flächeneigentümern und -bewirtschaftern zu erhöhen, schlagen die Gutachter den Vertragsnaturschutz vor. „Vertragliche Lösungen sollten einen Vorrang vor ordnungspolitischen Maßnahmen haben“, heißt es. Dies ermögliche zudem eine Kombination von Schutz- und Förderinstrumenten. Sie schlagen zudem vor, bestehende Förderprogramme von EU und Mitgliedstaaten für Eigentümer und Bewirtschafter vorrangig zu berücksichtigen, damit sich diese effektiver und aktiver am Naturschutz beteiligen könnten. Darüber hinaus sollten schwerwiegende Eingriffe in Eigentums- und Nutzungsrechte einen angemessen Ausgleich nach sich ziehen, heißt es in dem Schriftstück.

Auch auf einen weiteren kritischen Punkt weisen die Gutachter hin, bei dem der Artenschutz konterkariert wird: So ziele die Vogelschutzrichtlinie auf den Schutz sämtlicher wildlebender Vogelarten ab, ob sie nun gefährdet seien oder nicht. Zudem würde eine uneingeschränkte Anwendung von artenschutzrechtlichen Regelungen der FFH- und Vogelschutzrichtlinie nicht nur die Bewirtschaftung von forstwirtschaftlichen Flächen unmöglich machen, sondern auch mit der Erhaltung von Vogelarten kollidieren, die auf Kulturlandschaften und bewirtschaftete Lebensräume angewiesen sind. „Mit derartig praxisfernen Regelungen stellt sich der Artenschutz ein Bein. Dies geht am Ende auf Kosten von Wirtschaft und Naturschutz“, kritisierte der AFN-Vorsitzende.

Insgesamt plädieren die Gutachter dafür, einen flexibleren Umgang mit Schutzzielen und ein stärkeres Anreizsystem an die Stelle von Restriktionen und Sanktionen zu setzen. Mehr Kooperationsbereitschaft  von Seiten des Naturschutzes würde nicht nur die Akzeptanz, sondern auch die Motivation bei den Landnutzern erhöhen, bei Naturschutzmaßnahmen mitzumachen. Zu Guttenberg: „Wer keine Chance bekommt mitzureden, hat keine Motivation mitzumachen. Naturschutz hat auf Dauer nur Bestand, wenn er im Dialog mit den Landnutzern umgesetzt wird.“   

Bei dem Gutachten „EU-Fitness Check für die FFH- und Vogelschutzrichtlinie“ handelt es sich um ein rechts- und naturwissenschaftliches Gutachten. Es wird heute auf der AFN-Veranstaltung in Brüssel „Zwischen Wunsch und Wirklichkeit – Erfahrungen aus der Praxis nach 24 Jahren Natura 2000“ vorgestellt.

Für weitere Informationen senden Sie bitte eine E-Mail an info@forum-natur.de

vorne (v.l.): Catrin Schiffer - BDI, Ulrike Müller - MdEP, Dr. Frank Fellenberg - Kanzlei Redeker;
hinten (v.l.): Stefan Leiner - GD Umwelt, Eberhard Hartelt - Umweltbeauftragter des DBV, Dr. Claus Albrecht - Kölner Büro für Faunistik, Wolfgang Schleicher - Referatsleiter Vertretung des Freistaates Bayern bei der EU, Philipp Freiherr zu Guttenberg - Vorsitzender Aktionsbündnis Forum Natur

17.06.2015

Jede Stimme zählt

Fitness Check der Natura 2000-Richtlinien

Das Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) ruft alle Landnutzer dazu auf, sich an dem Fragebogen innerhalb des öffentlichen Konsultationsprozesses der EU (Fitness Check) zum europäischen Naturschutzrecht zu beteiligen. Bis zum 24. Juli 2015 findet die öffentliche Konsultation für eine Überprüfung der Natura 2000-Richtlinien statt.
Auf der Homepage des AFN kann jetzt jeder in wenigen Minuten direkt an der Umfrage teilnehmen (http://natura2000.forum-natur.de). Um Transparenz zu wahren, erscheinen die Fragen mit erläuternden Antworten direkt auf der Seite. Nach Ansicht des AFN sollte der Naturschutz durch bessere Akzeptanz nach dem Grundsatz „Schutz durch Nutzung“ gestärkt werden.
Selbstverständlich hat jeder die Möglichkeit, die EU-Konsultation auf der Seite auch individuell zu beantworten.
Jede Stimmte zählt, damit Landnutzer als Experten in alle Natura 2000 betreffen-den Prozesse involviert werden und die Richtlinien einen praktikablen Natur-schutz ermöglichen. Deshalb ist die Überprüfung der Richtlinien so essentiell.
Das Aktionsbündnis Forum Natur ist ein Zusammenschluss von 17 naturnutzen-den Verbänden und setzt sich für eine stärkere Wahrnehmung und eine nachhal-tige Sicherung eines gemeinsamen Natur- und Lebensraumes durch Gesellschaft und Politik ein. Das AFN vertritt über 6 Millionen Menschen des ländlichen Raums.

17.06.2015

Beteiligen Sie sich an der Fragebogenaktion der EU-Kommission

Hier können Sie in wenigen Minuten an der Umfrage zum Fitness-Check der Natura 2000-Richtlinien teilnehmen (siehe auch die Pressemitteilung von heute).

Jede Stimme zählt!

19.11.2014

Guttenberg spricht auf Regionalkonferenz des LJV in NRW

Das Grußwort von Philipp Freiherr zu Guttenberg auf der Regionalkonferenz des LJV in Bielefeld fand großen Anklang.

(Bielefeld, 19. November 2014) Auf der Regionalkonferenz des Landesjagdverbands NRW sprach Philipp Freiherr zu Guttenberg am Mittwoch ein Grußwort und stieß mit seinen Worten bei den mehr als 3.000 Anwesenden auf großen Anklang.

Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter:

http://www.jagdverband.de/content/volles-haus-der-stadthalle-bielefeld

30.06.2014

Merkwürdiges Bündnis von Natur- und Tierschutz

Aktionsbündnis Forum Natur und Deutscher Jagdverband: Nabu und BUND auf dem Irrweg

(Berlin, 30. Juni 2014) Der Deutsche Jagdverband (DJV) und das Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) zeigen sich erstaunt über ein Bündnis der Naturschutzverbände Nabu und BUND mit erklärten Jagdgegnern in Nordrhein-Westfalen. Es ist laut AFN und DJV ein gefährlicher Irrweg und das falsche Signal, mit Tierrechtsorganisationen wie „Peta“ und „Menschen für Tierrechte“ auf Landesebene Allianzen für eine Jagdreform einzugehen, weil ebendiese für jeden nachlesbar die Abschaffung der Jagd fordern. DJV-Präsident Hartwig Fischer sagte dazu: „Fundamentalistische Organisationen, die dem Menschen das Recht abstreiten, Tiere zu nutzen, sind keine Partner für eine geplante Jagdreform.“

 

AFN und DJV fordern Nabu und BUND auf, den Kurs in Nordrhein-Westfalen und in Baden-Württemberg zu korrigieren: Eine erfolgreiche Jagdreform ohne den ehrlichen Dialog mit den tatsächlich Betroffenen wird es nicht geben. „Jagdrecht ist Eigentumsrecht, und das seit der Revolution von 1848. Vier Millionen Menschen und ihre Familien besitzen forst- oder landwirtschaftliche Flächen und somit das Jagdrecht. Das lassen sie sich nicht einfach wegnehmen“, betonte der AFN-Vorsitzende Philipp Freiherr zu Guttenberg. Jagd sei notwendig, um Wildschäden und Seuchen zu verhindern und den Artenschutz zu fördern. Den meisten Grundbesitzern sei dies bewusst, so Fischer und Freiherr zu Guttenberg: „Genau deshalb haben bisher nur wenige Menschen ihre Grundstücke befrieden lassen.“ Die bei Behörden vorliegenden Anträge summieren sich nach DJV-Hochrechnung auf weniger als 0,1 Promille der bundesweiten Jagdfläche von knapp 32 Millionen Hektar.

 

DJV und AFN machten deutlich, dass beim Jagdrecht das Verhältnis zwischen Einschränkungen und Freiheiten nicht aus dem Gleichgewicht geraten darf. In Baden-Württemberg droht dies der Fall zu werden, wie ein Fachartikel von Professor Michael Brenner, Lehrstuhl für Deutsches und Europäisches Verfassungs- und Verwaltungsrecht an der Universität Jena, zeigt. Sein Fazit: Jagdrecht sei Teil des Eigentumsrechts. Geplante Einschränkungen wie ein pauschales Fütterungsverbot oder eine Jagdruhe auf Schwarzwild stellten erhebliche Eingriffe dar. Grundsätzlich seien die Beschränkungen begründungsbedürftig, nicht die Jagd selbst.

 

DJV und AFN wenden sich nicht per se gegen Änderungen des Jagdgesetzes. Anpassungen sind ein normaler Vorgang, seit 1952 wurde das Bundesjagdgesetz mehrmals novelliert, zuletzt 2013: Die Befriedung von Grundstücken aus Gewissensgründen wurde eingeführt. Zu Biologie und Einfluss von Wildtieren in unserer Kulturlandschaft besteht nach Ansicht von AFN und DJV weiterer Forschungsbedarf. Etwa, um wissensbasierte und praxisorientierte Grundlagen für eine Jagdrechtsreform zu schaffen. Die beiden Verbände laden Nabu und BUND ein, die Wildtierforschung partnerschaftlich zu forcieren.

 

Die im AFN zusammengeschlossenen 19 Verbände der Grundeigentümer und Landnutzer – Bauern, Waldbesitzer, Gärtner, Winzer, Grundbesitzer, Jagdgenossenschaften, Jäger, Reiter und Fischer – sind überzeugt, dass nur durch die nachhaltige Naturnutzung die bestehende Kulturlandschaft mit ihrer Vielfalt an Arten und Biotopen erhalten werden kann. Das AFN vertritt insgesamt mehr als 6 Millionen Menschen des ländlichen Raums. Der DJV vertritt als Dachverband rund 245.000 Jäger in Deutschland.

01.04.2014

Neue Website des Aktionsbündnis Forum Natur gestartet

Das Aktionsbündnis Forum Natur freut sich, Ihnen hiermit seine neue Website zu präsentieren und hofft, dass diese Ihnen als hilfreiche Informationsplattform dienen wird. Sie können die Website wie bisher unter www.forum-natur.de aufrufen, gern auch über ein Smartphone, denn die Seite ist auch für dieses Format optimiert.
Viel Vergnügen auf der neuen Website wünscht Ihnen,

das Aktionsbündnis Forum Natur.

27.10.2013

Pressemeldung - Wahlprüfsteine des Aktionsbündnisses Forum Natur

Der Fragenkatalog umfasst unterschiedliche Themengebiete: Grundlegend ist der Schutz des privaten Eigentums an Grund und Boden als Voraussetzung für nachhaltiges Wirtschaften. Weiter stehen im Fokus das Erhaltungsgebot und der Schutz für landwirtschaftliche Flächen, sowie der Erhalt der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion der Wälder. Die Bewahrung des bestehenden Jagdrechtssystems und Anerkennung einer nachhaltigen Fischereiwirtschaft sind ebenso von Relevanz wie die langfristige Festlegung auf die Sicherung und den Abbau von im Wasser und Boden befindlichen Rohstoffen. Zudem wird nach Maßnahmen zur Schaffung von Akzeptanz für die Energiewende gefragt. Schlussendlich die Frage nach der Ausrichtung der zukünftigen Finanzpolitik: Hier muss für die Mitglieder Klarheit geschaffen werden, ob nicht durch Steuern oder Abgaben in die Substanz der Betriebe eingegriffen und dadurch Arbeitsplätze gefährdet und das generationenübergreifende Vorsorgeprinzip nachhaltigen Wirtschaftens aufgekündigt werden. Die Antworten der Parteien auf die Anregungen und Forderungen des AFN werden in Kürze erwartet und können dann als Orientierung für die Mitglieder bei Ihrer Wahlentscheidung dienen. Das Aktionsbündnis Forum Natur setzt sich für eine nachhaltige Nutzung und den Schutz von Natur und Landschaft ein. Die dort zusammengeschlossenen Verbände der Grundeigentümer und Landnutzer – Bauern, Waldbesitzer, Gärtner, Winzer, Grundbesitzer, Jagdgenossenschaften, Jäger, Reiter und Fischer – sind überzeugt, dass nur durch die nachhaltige Naturnutzung die bestehende Kulturlandschaft mit ihrer Vielfalt an Arten und Biotopen erhalten werden kann.

01.08.2013

Pressemeldung – Was kommt auf uns zu in der nächsten Legislaturperiode?

Wahlprüfsteine des Aktionsbündnisses Forum Natur

Im Vorfeld der Bundestagswahl 2013 hatte Philipp Freiherr zu Guttenberg im Mai einen Fragenkatalog an die im Bundestag vertretenden Parteien versandt und zur Stellungnahme aufgefordert. Nun liegen uns die Antworten der Parteien (s. Anlage)vor.

 

„Mit der Wahl 2013 stehen wichtige Weichenstellungen an und so freuen wir uns, unseren Mitgliedern mit den erhaltenen Antworten eine Orientierungshilfe geben zu können.“ betonte Baron Guttenberg.


Der Fragenkatalog umfasst unterschiedliche Themengebiete und stellvertretend seien die Antworten zum Thema Eigentumsschutz, Energiewende, Substanzbesteuerung und zur Umsetzung der europäischen Richtlinien in nationales Recht nachfolgend kurz zusammengefasst.

Auf die Frage zur Bedeutung des Eigentums sieht die Gewichtung der Parteien unterschiedlich aus. Sehen CDU/CSU und FDP das Eigentum in erster Linie als elementares Grundrecht, so betonen die Oppositionsparteien vor allem die Sozialpflichtigkeit des Eigentums.

Hinsichtlich der Energiewende gibt es unterschiedliche Standpunkte. Sieht die SPD keinen Handlungsbedarf in Bezug auf eine angemessene Entschädigung der vom Netzausbau betroffenen Grundeigentümer, wollen die Regierungsfraktionen sich um faire Konsensentscheidungen mit den Eigentümern bemühen.

Zu den Plänen der zukünftigen Steuerpolitik ist sich die Regierungskoalition einig, dass eine Besteuerung weiterhin nur aufgrund der Erträge erfolgen soll. Die Opposition hält jeweils in unterschiedlichen Abstufungen an ihren konkreten Plänen bezüglich einer Vermögensabgabe und einer Vermögenssteuer fest.

Auf die Frage zur Umsetzung von EU Richtlinien sind sich alle Parteien einig, dass hier das Subsidiaritätsprinzip zu beachten ist. Die FDP regt zudem an, ein Subsidiaritätsgericht zur Verfolgung von Kompetenzverstößen einzuführen.

Das Aktionsbündnis Forum Natur setzt sich für eine nachhaltige Nutzung und den Schutz von Natur und Landschaft ein. Die dort zusammengeschlossenen Verbände der Grundeigentümer und Landnutzer – Bauern, Waldbesitzer, Gärtner, Winzer, Grundbesitzer, Jagdgenossenschaften, Jäger, Reiter und Fischer – sind überzeugt, dass nur durch die nachhaltige Naturnutzung die bestehende Kulturlandschaft mit ihrer Vielfalt an Arten und Biotopen erhalten werden kann.

18.04.2011

Pressemeldung - Erklärung des Aktionsbündnisses Forum Natur zum Kormoranmanagement

Die Zahl der Brutpaare des Kormorans hat in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten ständig zugenommen. Waren es 1980 noch weniger als 1 000 Brutpaare, so stieg ihre Zahl bis heute auf über 24 000 an. Daraus kann eine Gesamtzahl von mehr als 130 000 Vögeln abgeleitet werden.

 

In anderen Ländern Europas ist eine ähnliche Situation zu verzeichnen. In ganz Europa muss gegenwärtig mit einer Zahl von rund 400 000 Brutpaaren und insgesamt mehr als 2 Millionen Vögeln gerechnet werden. Die hierdurch verursachte tägliche Fischentnahme beläuft sich auf 1 000 t.

 

Diese stetige Zunahme der Kormoranbestände bedroht die aquatische Artenvielfalt, verhindert eine nachhaltige fischereiliche Bewirtschaftung unserer natürlichen Gewässer durch Angler und Berufsfischer und gefährdet Artenschutzprogramme für gefährdete Fischarten wie Lachs, Meerforelle, Äsche und Aal.

 

Gleichzeitig richten Kormorane in den Satzfischbeständen der Teichwirtschaften so erhebliche Schäden an, dass die Betriebe in ihrer Existenz gefährdet sind. Verschwinden die ökologisch wichtigen Teiche aus der Landschaft, ist das ein Verlust für die Biodiversität und für den Naturschutz.

 

Es geht nicht um einen „Ausrottungsfeldzug“ gegen den Kormoran, sondern um die nachhaltige Regulierung der Bestände, wie sie bei zahlreichen anderen Tierarten wie Reh oder Wildschwein völlig selbstverständlich ist.

 

Regionale und länderübergreifende Lösungsansätze müssen in Deutschland fortgesetzt und intensiviert werden. Die Kormoranpopulation muss auf das für die Erhaltung der Art notwendige Maß durch Eingreifen in die Brutkolonien reduziert werden. Wenn das nicht gelingt, sind die Verwirklichung von Natura 2000, die Durchsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie und die Erhaltung des Bestandes des Europäischen Aals entsprechend der EU-Verordnung nicht möglich.

 

Das Aktionsbündnis Forum Natur unterstützt den Deutschen Fischerei-Verband in seinen berechtigten Forderungen

-          für den Erhalt unserer Kulturlandschaften in ihrer Vielfalt von Arten und Biotopen

-          für einen effektiven europaweiten Kormoran-Managementplan

-          für ein Kormoran-Management in Deutschland auf der Basis eines populationsdynamischen  Modells unter Nutzung des Gutachtens der Universität Rostock für Mecklenburg-Vorpommern

-          für eine wirksame lokale Schadensminderung durch schnelle und unbürokratische Umsetzung von Ausnahmen gemäß Art. 9 EU-Vogel-Richtlinie.

 

Mehr als 100 000 Angler und Fischer haben bereits ihre Unterschrift abgegeben und fordern die verantwortlichen deutschen Politiker auf schnellstmöglich zu handeln.

22.03.2011

Philipp Freiherr zu Guttenberg übernimmt Vorsitz im Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) – DBV-Präsident Sonnleitner erneut Stellvertreter

Im Rahmen der Vorstandswahl anlässlich der Mitgliederversammlung des AFN am 22.3.11 übernimmt Philipp Freiherr zu Guttenberg, Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Waldbesitzerverbände, den Vorsitz dieses Zusammenschlusses verschiedener Verbände. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde erneut der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner gewählt.

 

Frhr. zu Guttenberg löst damit den Diplom-Landwirt Karl-Magnus Graf Leutrum v. Ertingen als Vorsitzenden ab. Die Mitglieder des AFN dankten Graf Leutrum für seinen großen Einsatz, mit dem er das Forum Natur zu einer wichtigen Plattform gemacht hat.

 

Das Aktionsbündnis Forum Natur vertritt mit den in ihm zusammengeschlossenen Verbänden rund 6 Millionen Menschen im ländlichen Raum. Gemeinsam setzen sich die Verbände für eine stärkere Wahrnehmung des ländlichen Raums durch Gesellschaft und Politik ein. Sie vertreten die Interessen der dort lebenden und arbeitenden Menschen, die als Eigentümer, Pächter oder Bewirtschafter die Natur erhalten und die Zukunft gestalten. Bislang sind im Aktionsbündnis Forum Natur der Deutsche Bauernverband, die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände, der Deutsche Jagdschutzverband, der Deutsche Fischereiverband, der Zentralverband Gartenbau, die Deutsche Reiterliche Vereinigung, die Arbeitsgemeinschaft der Grundbesitzerverbände, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer, der Deutsche Weinbauverband sowie weitere neun assoziierte Verbände engagiert.

01.12.2010

Pressemeldung - Beitrag des AFN in Deutsche Bauern Korrespondenz 12/10

"Aktionsbündnis Forum Natur - Schutz und nachhaltiger Nutzen gehören zusammen!"

Im Herbst 2004 gründeten neun Spitzenverbände von Naturnutzern das „Aktionsbündnis Forum Natur“ in Nachfolge des schon seit 2001 bestehenden „Forum Natur“. Das Aktionsbündnis hat sich zum Ziel gesetzt, insbesondere für die wirtschaftlichen Belange des ländlichen Raumes einzutreten und damit ein Gegengewicht zu der fortschreitenden Regulierung im Natur und Umweltschutz zu schaffen.

 

Zu betonen ist, daß das Aktionsbündnis keine eigene Dachorganisation, sondern ein Zusammenschluss naturnutzender Verbände darstellt. Wir sehen uns als Task Force und Sprachrohr, wenn es gilt, zu grundsätzlichen Fragen Stellung zu beziehen, die alle unsere Mitgliedsverbände berühren. Bislang sind im Aktionsbündnis Forum Natur die Arbeitsgemeinschaft der Grundbesitzerverbände, die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer, der Deutsche Bauernverband, der Deutsche Fischereiverband, der Deutsche Jagdschutzverband, die Deutsche Reiterliche Vereinigung, der Deutsche Weinbauverband, der Zentralverband Gartenbau sowie weitere neun fördernde Verbände engagiert. Hinter diesen Verbänden stehen mehr als sechs Millionen Mitglieder und Menschen im ländlichen Raum. Mit knapp 30 Millionen Hektar bewirtschaften diese rund 83% der gesamten Fläche in Deutschland. Sie wirtschaften in und mittels der Natur und sie haben sich Naturschutz und Naturnutzung auf ihre Fahnen geschrieben!

 

Gemeinsames Ziel der Verbände ist es, für eine stärkere Wahrnehmung des ländlichen Raums durch Gesellschaft und Politik einzutreten und die Interessen der dort lebenden und arbeitenden Menschen zu vertreten, die als Eigentümer, Pächter oder Bewirtschafter die Natur erhalten und unsere Zukunft gestalten.

 

Der erste Vorsitzende des AFN, der Präsident des Deutschen Weinbauverbandes Norbert Weber, betonte anläßlich der Pressekonferenz zur Vorstellung des Aktionsbündnisses im Jahr 2004, daß das AFN für einen lebendigen, ländlichen Raum mit Perspektiven für die jüngere Generation und für wirtschaftliche Chancen in einer intakten Umwelt eintrete. Dafür sei unabdingbar, daß die Politik eindeutig Position beziehe zugunsten des Privateigentums an Grund und Boden und sich weiter verpflichte, Umwelt-, Natur- und Tierschutz nur mit den Nutzern/Eigentümern und nicht gegen sie zu gestalten.

 

Auch sechs Jahre später sind die Forderungen des AFN immer noch aktuell!

Dies zeigt die kürzlich (November 2010) ergangene Erklärung des Aktionsbündnisses zur Zukunft der Agrarpolitik nach 2013! In ihr wird eindrücklich auf die Anerkennung der Leistungen der Naturnutzer verwiesen und ihr verantwortlicher Umgang mit der Natur hervorgehoben. Nicht nur die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungs- und Genußmitteln, mit mineralischen Rohstoffen und mit der Produktion von Holz wird von den Mitgliedern gewährleistet, sie sorgen zudem im Rahmen ihrer Produktion für einen nachhaltigen, verantwortungsvollen und generationenübergreifenden Schutz von Grund und Boden. „Gerade im Hinblick auf die Herausforderungen des Klimaschutzes und der Rohstoffsicherung muß die bevorstehende GAP Reform den ländlichen Raum als attraktiven Wirtschaftsstandort erhalten. Nur so läßt sich auch nachfolgenden Generationen eine dauerhafte Perspektive für das Leben und Wirtschaften im ländlichen Raum vermitteln.“

 

Das Aktionsbündnis hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder dafür eingesetzt, den Erhalt von Natur und Lebensräumen durch die Nutzung voranzubringen. So beteiligte sich das AFN an der 9. UNO-Vertragsstaatenkonferenz zur Konvention über die Biologische Vielfalt (COP9) 2008 in Bonn. Hier wurden auf einem Stand verschiedene Projekte der Mitgliedsverbände präsentiert (wie z. B. das Blühstreifenprojekt des DBV, das Wildtierzählprojekt des DJV). Als Vorsitzender des AFN habe ich betont, daß Ökonomie, Ökologie und Soziales gleichberechtigte Bestandteile einer nachhaltigen Entwicklung sind und die Politik dazu aufgerufen, durch den Schutz des Eigentums auch eine nachhaltige Bewirtschaftung durch die Eigentümer sicherzustellen, womit im Ergebnis auch nur die Biodiversität der Landschaften erhalten werden kann.

 

Auch meldet sich das AFN bei der Politik und den Parteien zu Wort! Gerade bei dem großen umweltpolitischen Gesetzesvorhaben (UGB und Naturschutzgesetz) hat das AFN die Regierung eindringlich aufgefordert, ein politisches Zeichen für die Stärkung der Kooperation zwischen Naturschutz und Landnutzern zu setzen. Der Vorrang des Vertragsnaturschutzes im den Gesetzen zählte zu den Hauptforderungen und konnte im Ergebnis auch durchgesetzt werden.

 

Die Forderung des Aktionsbündnisses bleibt weiterhin aktuell: Nur ein wirtschaftlicher starker ländlicher Raum kann alle seine Funktionen in der Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft erfüllen!

Von Magnus Graf Leutrum zu Ertingen (ehemaliger Vorsitzender des AFN)

26.10.2010

Erklärung des Aktionsbündnisses Forum Natur zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik

„Wir stehen für die nachhaltige und verantwortungsvolle Nutzung der Natur“

 

Die Mitglieder im FORUM NATUR, die Verbände der Bauern, Landfrauen, Waldbesitzer, Gärtner, Winzer, Grundbesitzer, Jäger, Jagdgenossen, Fischer, Reiter und der vor- und nachgelagerten Industrie leben und arbeiten für das ländliche Deutschland. Das Aktionsbündnis FORUM NATUR vertritt rund 6 Millionen Menschen im ländlichen Raum, die insgesamt ca. 30 Millionen Hektar Ackerland, Grünland, Wald, Sonderkulturen und Gewässer in Deutschland bewirtschaften.

 

Wir sichern

  1. die Versorgung unserer Bevölkerung mit hochqualitativen, gesunden und bezahlbaren Nahrungs- und Genussmitteln,
  2. die nachhaltige Produktion und Bereitstellung von Holz für die stoffliche wie auch energetische Nutzung,
  3. die Versorgung unseres Landes mit mineralischen Rohstoffen als Voraussetzung für die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft.
  4. den Erhalt unserer Kulturlandschaften in ihrer Vielfalt von Arten und Biotopen, die Sicherung stabiler ländlicher Räume als Lebens- und Wirtschaftsstandort, die Verbesserung der Versorgungsgemeinschaft bei Energie und Rohstoffen aus Biomasse.

 

Leistungen für die Gesellschaft

Unsere Kulturlandschaften sind einmalig. Es gibt sie nur, weil sie von den Naturnützern geschaffen, bewirtschaftet und gepflegt werden. Durch unterschiedliche Nutzungen ist ein Landschaftsbild entstanden, welches heutzutage von unserer gesamten Bevölkerung geschätzt und als erhaltenswert angesehen wird. Diese Kulturlandschaft Deutschland ist das Ergebnis der Arbeit, des wirtschaftlichen Interesses, der Erfahrung und des Idealismus der Naturnützer, welche sich im FORUM NATUR zusammengeschlossen haben. Durch den nachhaltigen, verantwortungsvollen und generationenübergreifenden Schutz und die Nutzung von Grund und Boden, Tieren und Pflanzen und natürlichen Ressourcen stabilisieren wir unser Land.

 

Außerdem sorgen wir Mitglieder im Aktionsbündnis FORUM NATUR für Arbeit, Wachstum und Beschäftigung auch in vor- und nachgelagerten Bereichen, im Tourismus und im Handwerk. Aus diesen Gründen fordern wir eine Politik, die das Wirken unserer Mitglieder im ländlichen Raum anerkennt, erhält und fördert.

 

Agrarpolitik ist mehr als Förderung des Agrarsektors

Uns ist bewusst, dass sowohl die ländlichen Räume als auch die Kulturlandschaften stetigem Wechsel unterworfen sein werden. Die Anforderungen der Gesellschaft an die Märkte, aber auch an den Tier-, Natur- und Umweltschutz verändern sich. Das bedeutet, dass sowohl wir uns als Naturnützer als auch die Politik sich den Herausforderungen des Klimaschutzes und der Rohstoffsicherung stellen müssen.

 

Gerade aus diesen Gründen muss der ländliche Raum auch durch die bevorstehende GAP-Reform als attraktiver Wirtschaftsstandort gesichert bleiben, wenn er alle seine Funktionen in der Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft - auch beim Erhalt der Kulturlandschaft und der Stärkung des Natur- und Umweltschutzes - erfüllen soll. Nur so lässt sich auch der jungen Generation eine dauerhafte Perspektive für das Leben und Wirtschaften im ländlichen Raum vermitteln.

 

Das Aktionsbündnis Forum Natur bekräftigt, dass die künftige Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik nach 2013 weit über die Förderung des Agrarsektors hinaus reicht. Im Mittel­punkt steht auch die sichere Versorgung von einer halben Milliarde EU-Bürgern mit Nahrungsmitteln. Die heimische Erzeugung sorgt für eine sichere Versorgung der Verbraucher mit hochwertigen Lebensmitteln zu bezahlbaren Preisen bei strengem Tier-, Natur- und Umweltschutz in lebendigen Landschaften. Die Gemeinsame Agrarpolitik muss zudem die Weichen dafür stellen, dass bis 2050 die weltweite Nachfrage nach Lebensmitteln um die Hälfte steigen wird.

 

Starke europäische Agrarpolitik für stabile ländliche Räume

Das Aktionsbündnis Forum Natur setzt sich für eine starke EU-Agrarpolitik ein als wirksame Gemeinschaftsinitiative von 27 Ländern für eine nachhaltige und standortgerechte Bewirtschaftung der 185 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche und nicht zuletzt für einen lebendigen ländlichen Raum. Die Weiterentwicklung der GAP nach 2013 muss die Multifunktionalität der Landwirtschaft abbilden und der Erkenntnis Rechnung tragen, dass auch 500 Millionen Verbraucher eine starke Landwirtschaft brauchen. Die Landwirtschaft der EU wirtschaftet heute unter Weltmarktbedingungen und muss im weltweiten Maßstab strenge Produktionsstandards einhalten. Beides ist nur möglich, wenn sie weiterhin einen Ausgleich für ihre gesellschaftlichen Leistungen erhält. Das gilt für die Nahrungs- und Rohstoffsicherung ebenso wie für den Natur- und Umweltschutz und wie für die Landschaftspflege. Neue Herausforderungen wie der Klimawandel oder der Schutz der Biodiversität müssen in Kooperation mit den Landnutzern vorangebracht werden.

 

Öffentliche Ausgaben sind gut angelegt

Wir fordern  daher eine solide Finanzierung  der Gemeinsamen Agrarpolitik. Dabei muss das geltende System der ersten und zweiten Säule beibehalten werden. Die erste Säule sichert eine von Bauern getragene Landwirtschaft in einem globalen Wettbewerb- wobei es allerdings aufgrund der unterschiedlichen Gegebenheiten in den Mitgliedsstaaten der EU keine EU-weit einheitlichen Direktzahlungen geben kann. Die zweite Säule sichert eine vielfältige Kulturlandschaft. Hier muss ein Gleichklang zwischen Instrumenten zur Stärkung der Landwirtschaft im ländlichen Raum (z.B. Investitionshilfen) und der Stabilisierung der natürlichen Ressourcen und der Biodiversität (z.B. durch Kulturlandschaftsprogramme und Extensivierungsprogramme) gefunden werden.

 

Die Leistungen für die Gesellschaft sind nicht zum Nulltarif zu erhalten. Die Aufwendungen für die europäischen Bauern umfassen nur 1 %  aller öffentlichen Ausgaben in der EU – dies ist gut angelegtes Geld!